Naturgefahren Gletscher
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Liste der Gletscher

 

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Allalingletscher,  Saas Almagell  (VS)

Gefahren:  

   

LK 1:25'000:  

1328

Länge:  

7.00 km  

Höhenlage:  

4190 - 2400 m

Fläche:  

10.00 km2  

Neigung:  

14o  (25%)

Detaillierte Angaben zum Gletscher (PDF-Format)

Schadenpotential:

Wasserfassungen, Kantonsstrasse

 8. September 1589

Der vom Allalingletscher gestaute Mattmarksee brach aus und hatte ein Hochwasser im Tal zur Folge. Dabei wurde die Talstrasse zerstört. (Lütschg, 1926: 385)

 1626

Der vom Allalingletscher gestaute Mattmarksee brach aus und hatte ein Hochwasser im Tal zur Folge. Es entstanden grosse Schäden bis zum Genfersee. Infolge der Schäden fand eine starke Auswanderung der Saaser Bevölkerung statt.

 1629

Der vom Allalingletscher gestaute Mattmarksee brach aus und hatte ein Hochwasser mit grossen Schäden im Tal zur Folge.

 1630

Der vom Allalingletscher gestaute Mattmarksee brach aus und hatte ein Hochwasser im Tal zur Folge.

 4. August 1633

Die Gletscherzunge staute die Saaser Vispa. Nach dem Ausbruch des Sees führte das Hochwasser zu grossen Verwüstungen im Tal. In Saas wurde die Hälfte der Bevölkerung zum Auswandern gezwungen. In Vispach sind 18 Wohnhäuser und über 6000 Bäume verschüttet worden. (Ruppen et al., 1979: 35)

 Sommer 1680

Die Gletscherzunge staute die Saaser Vispa. Das Hochwasser nach dem Ausbruch des Sees riss alle Brücken weg und hatte grosse Verwüstungen im Tal zur Folge. (Ruppen et al., 1979: 38)

 1719, 1724, 1733

Der vom Allalingletscher gestaute Mattmarksee brach aus und hatte ein Hochwasser im Tal zur Folge.

 1740

Der vom Allalingletscher gestaute Mattmarksee brach aus und hatte ein Hochwasser im Tal zur Folge. Grosse Schäden.

 1752, 1755 (Weihnachten), 1764, 1766

Der vom Allalingletscher gestaute Mattmarksee brach aus und hatte ein Hochwasser im Tal zur Folge.

 17. September 1772

Die Gletscherzunge staute die Saaser Vispa. Nach dem Ausbruch des Sees zerstörte das Hochwasser in Saas Almagell 11 Gebäude und führte zu Verwüstungen bis nach Visp. (Ruppen et al., 1979: 47)

 1790, 1793, 1798, 1808

Der vom Allalingletscher gestaute Mattmarksee brach aus und hatte ein Hochwasser im Tal zur Folge.

 1827, 1828, 1834, 1837, 1839, 1850

Der vom Allalingletscher gestaute Mattmarksee brach aus und hatte ein Hochwasser im Tal zur Folge.

 1920 - 22

Im Bereich des Gletschertors des Allalingletschers traten verschiedene Gewölbeeinbrüche ein. Die Schuttablagerungen stauten die Vispa. Dadurch wurden verschiedene kleine Wasserausbrüche ausgelöst. (Ruppen et al., 1979: 143)

 30. August 1965, 17h15

Während einer Zungenrutschung ereignete sich ein Gletschersturz mit einem Volumen von ca. 2 Mio m3. Das Eis stürzte auf das Barackenlager der Baustelle des Mattmarkstausees und forderte 88 Menschenleben. Es entstanden grosse Schäden an den Bauinstallationen. (Hanke, 1966: 433-450; Ruppen et al., 1979: 192; Röthlisberger, 1993)

 15. März 1976, 7h30

Auf der linken Seite des Zungenendes ist ein Wasserausbruch erfolgt, der die nördliche Wasserfassung mit Gletschereis verstopfte. (Kasser et al., 1983: 82)

  1980er Jahre

Der Gletschervorstoss überfuhr drei von vier Wasserfassungen der Mattmark/Mauvoisin AG.

 Zwischen dem 31. Oktober und 1. November 1999

An der gleichen Stelle wie 1965 brachen rund 160'000 m3 Eis ab (2'565 m ü.M.). Die Sturzbahn vom Anriss bis zu den untersten Eistrümmern betrug 950 m horizontal. Höhe am Ende der Sturzbahn: 2'088 m ü.M., Höhendifferenz: 478 m (Pauschalgefälle: 50% oder 27o). Höhe der Abbruchfront: 25 m. Es gab keine Schäden.

 30./31. Juli 2000

Am 30. Juli um 8:52 vormittags löste sich ein Teil der Zunge orographisch links. Die Hauptmasse stürzte in die Mulde oberhalb der Wasserfassung und dadurch wurde diese ganz verschüttet. Am nächsten Tag brach am Sichelgraben ein noch grösser Teil der Zunge ab. Die orographisch linke Hälfte der Lawine stürzte in den Talboden ohne Schäden anzurichten. Das gesamte Absturzvolumen betrug etwas über 1 Mio. m3 Eis. (VAW, 2001)