Naturgefahren Gletscher
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Liste der Gletscher

 

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Bidergletscher,  Saas Balen  (VS)

Gefahren:  

  

LK 1:25'000:  

1308

Länge:  

2.00 km  

Höhenlage:  

3600 - 2600 m

Fläche:  

1.50 km2  

Neigung:  

27o  (50%)

Detaillierte Angaben zum Gletscher (PDF-Format)

Schadenpotential:

Wanderweg, Bideralp, Kantonsstrasse

 1828

Ein Wassertaschenausbruch am Bidergletscher transportierte viel Geröll ins Haupttal. In der Folge wurde die Vispa angestaut und die Wiesen von Tamatsand und Bidermatten versumpften. Der Schuttriegel wurde erst 40 Jahre später, während einem Gewitterhochwasser im Triftbach durchbrochen und die Wiesen wieder entsumpft. (Ruppen et al., 1979: 60; Lütschg, 1926: 431)

  1928

Ein Eissturz vom Bidergletscher staute den Biderbach. Nach einem mechanischen Bruch der Eisbarriere riss das Hochwasser die Brücke über den Biderbach weg und verwüstete Alpweiden. (Mercanton, 1929: 193)

 1959

Ein Eisabbruch drang bis zum Höhenweg bei Stelli (2167 m ü.M.) vor (Luftbildaufnahme).

 1968

Ein Eisabbruch drang bis zum Höhenweg bei Stelli (2167 m ü.M.) vor (Luftbildaufnahme).

  Anfangs der 70er Jahre

ereigneten sich verschiedene grössere Eis- und Wassertaschenausbrüche (Auskunft Prof. Dr. H. Röthlisberger).

 1970

Ein Eisabbruch drang bis zum Höhenweg bei Stelli (2167 m ü.M.) vor (Luftbildaufnahme).

 1973

Ein Eisabbruch überfuhr den Höhenweg bei Stelli und drang bis zur Bideralp (1900 m ü.M.) vor (Luftbildaufnahme).

 1978

Ein Eisabbruch drang bis zum Höhenweg bei Stelli (2167 m ü.M.) vor (Luftbildaufnahme).

 1979

Ein Eisabbruch drang bis zum Höhenweg bei Stelli (2167 m ü.M.) vor (Luftbildaufnahme).

 September 1981

Laut einer Notitz von Prof. Dr. H. Röthlisberger ereignete sich im September 1981 am Bidergletscher ein Wassertaschenausbruch.

 11. Juni 1982, 3h00

Ein Wassertaschenausbruch verursachte einen Murgang und verstopfte die Saaser Vispa bis zum Strassenrand. Um 7:00 Uhr wurde ein starker, fontänenartiger Wasseraustritt auf der orographisch linken Gletscherseite beobachtet. Das Wasser war zu diesem Zeitpunkt nicht schmutzig. Der herumliegende Eisschutt wurde kaum erodiert. In der gestauten Vispa ereignete sich nach einem kurzen Stau ein sekundäres Hochwasser mit einer Abflussspitze, welche beim Limnigraphen in Saas Balen um 2 m3/s grösser war als der Normalabfluss.

 4./5. November 1999

Ein Eisabbruch drang fast bis zur unteren Brücke (1930 m ü.M.) vor. (Burkard, 2001)