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Das Schweizerische Gletschermessnetz bezweckt die
langfristige Erforschung der Gletscherveränderungen in den Schweizer Alpen.
Es wird gemeinsam von der Expertenkommission für Kryosphärenmessnetze der
Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (EKK/SCNAT) und Abteilung Glaziologie an der
Versuchsanstalt für Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie der ETH Zürich
(VAW/ETHZ) betrieben.
Messmethoden
Die an allen grösseren sowie vielen kleineren
Gletschern jährlich an den Zungen ausgeführten Messungen der Längenänderungen
geben einen sehr guten Überblick über die Veränderungen der Schweizer
Gletscher. Mit aufwendigeren Messungen wird die Massenbilanz, Volumenänderung
und Oberflächenbewegung an ausgewählten Gletschern (Aletsch, Allalin,
Clariden, Basòdino, Corbassière, Giétro, Gries, Hohlaub,
Schwarzberg/Seewjinen, Silvretta, Unteraar) erhoben.
Gletscher sind in der Schweiz traditionell sowohl
wissenschaftlich als auch wirtschaftlich von grossem Interesse.
Gletscherschwankungen gelten als eines der besten Indiz, um Klimaschwankungen
zu erkennen. Der Gletscher als Wasserspeicher spielt für die wirtschaftliche
Nutzung (Trinkwasser, Stromerzeugung) und die Einschätzung des
Hochwasserpotentials eine wichtige Rolle. Zudem nimmt die Ausdehnung der
Gletscher auch für den Tourismus eine nicht zu unterschätzende Bedeutung ein.
Dank den andauernden, unermüdlichen Bemühungen von
Angehörigen der kantonalen Forstdienste, Bundesämtern, Forschungsanstalten,
Kraftwerkgesellschaften, Hochschulen, Universitäten und Privatpersonen
existieren langjährige Messreihen von über hundert Jahren. Die Resultate
fliessen nicht nur in die aktuelle Forschung ein (Verbesserung des
Prozessverständnisses, Analyse der Klimaindikatorfunktion, Validierung von
Modellen), sondern dienen auch der Abschätzung von direkten und indirekten
Auswirkungen der Gletscherveränderungen auf die Umwelt. Die Resultate
werden regelmässig in verschiedenen Publikationsformen
veröffentlicht (Medienmitteilung, 'Die Alpen', Glaciological Report).
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